"Die Zeit der Ironisierung ist abgelaufen"

Feuilleton | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Der Kulturwissenschaftler Helmut Lethen erklärt, was falsch ist an der Wahrheit der Finanzkrise

Interview: Matthias Dusini

Sichtlich inspiriert kommt Helmut Lethen aus der Ausstellung "A Question of Evidence" im Kunstraum Thyssen-Bornemisza. Fragen der Evidenz, also des Wahrheitsgehalts von Dokumenten, Quellen und Zeugenaussagen, sind das aktuelle Forschungsthema des deutschen Germanisten und Kulturtheoretikers. Fakten, Fakten, Fakten: In der Schau sollen sie politisches Unrecht in Tibet und Birma beweisen, in der Wissenschaft ist ihre Aussagekraft Gegenstand heftiger Debatten.

Falter: Erzählen Sie uns doch einmal, wie Sie auf das Thema Evidenz gekommen sind.

Helmut Lethen: 50 Jahre nach der Landung am Omaha Beach in der Normandie erschien in der New York Times ein Kommentar zu Robert Capas berühmtem Foto der Invasion, das einen schwimmenden Soldaten unter einem hohen Meereshorizont zeigt. Der Authentizitätseffekt des Bildes entstand aufgrund eines Malheurs in der Londoner Dunkelkammer.

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