Diese Woche haben wir gelernt

Stadtleben | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

… dass Christbäume städtischerseits ratzfatz im Häcksler landen, während sich jahreswechselbedingtes Partyglas tagelang vor (!) den Glascontainern stapelte, bevor es verräumt wurde. Städtischerseits.

… dass Feuerwerk in Wien nicht nur am 31.12. Punkt Mitternacht entfacht wird, sondern auch Tage davor und danach. Außerdem war das offiziell von der Stadt beim Pratervorplatz gezündete Pyrovergnügen vergleichsweise läppisch und kam dem Vernehmen nach an den Raketen- und Böllerzauber in den sozialen Brennpunkten Wiens nicht heran. Aber vielleicht wollte die zuständige Feuerwerk-Stadträtin in mageren Zeiten auch nicht protzen. Unser Vorschlag für 2009: Privatfeuerwerke verbieten, wer gern Knaller hört, zahlt einen Beitrag und bekommt ein offizielles Riesenfeuerwerk.

… dass offene Autotüren für Stadtradler ein tägliches Ärgernis sind. Und oft auch Unfallursache. Laut ORF On hat vergangene Woche eine Radlerin auf der Alser Straße die offene Fahrertür eines parkenden Autos "übersehen", stürzte und landete mit lebensgefährlichen Verletzungen im Spital. Hat da nicht vielleicht der Autofahrer die Radlerin "übersehen"?

… dass Kalbsembryonen eine Art Delikatesse sind. Zumindest kündigten Ottakringer Künstlerkreise äußerst medienwirksam an, Spezialitäten aus ungeborenen Kälbchen zu kochen - schwupps waren Tierschützer, ÖVP und FPÖ in Alarmbereitschaft. Ist ja auch fies, die armen Tiere noch vor ihrer offiziellen Geburt zu futtern.

… dass die Grippewelle Wien erreicht hat. Experten empfehlen: Menschenansammlungen meiden und Händeschütteln sein lassen. Wie unhöflich!


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