Der Raucher-Schreck

Stadtleben | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Robert Rockenbauer hat eine Mission: Er kämpft für das generelle Rauchverbot in Lokalen

Porträt: Ingrid Brodnig

Es wird gepofelt, als wäre es noch 2008. Wer das Einkaufszentrum Auhof im Westen Wiens betritt, sieht gleich hinter dem Eingang die Raucher. Sie sitzen im Kaffeehaus mit den Palmen, zünden sich bei der Gelateria neben der Rolltreppe den Tschick an, blasen in der Pizzeria im ersten Stock den Rauch in die Luft. Keine Wand, kein eigenes Belüftungssystem trennt ihren Bereich vom Rest der Einkaufenden. Das ist seit 1. Jänner verboten: Öffentliche Orte wie Einkaufszentren müssen rauchfrei sein, schreibt das neue Tabakgesetz vor.

Das gibt Anzeigen, sagt Robert Rockenbauer. Er ist ein großer Mann mit grauen Haaren, buschigen Augenbrauen und verbindlich-korrektem Auftreten. Unterm Arm hält er eine Mappe mit gesetzlichen Auflagen und Rauchverbotsplaketten. Fast könnte man ihn für einen Offiziellen halten, einen Beamten des Gesundheitsministeriums.

Doch Rockenbauer ist privat unterwegs.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige