Wien, wo es isst

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Bermudadreieck: Niedergang, Austern, Gurken und Spezereien

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Geht noch irgendwer ins Bermudadreieck? Ja, Heranwachsende aus den ländlichen Gebieten rund um Wien, die sich hier fürs Komasaufen einpegeln. Schade eigentlich, muss man sagen. Das Grätzel hatte vor 25 Jahren durchaus Charme, erfrischende Subkultur in der Judengasse, Entstehen des Beislwunders am Rabensteig, da hätte was draus werden können.

Geworden ist es ein Konglomerat aus hoffnungslosen Bars und Pinten, die ihren eigenen Niedergang auf wundersame Weise seit Jahrzehnten überleben. Was gut war, ist weg, bis auf eine Ausnahme: das Salzamt. Der Fels in der Brandung, Behaglichkeit und Stil im See der Geschmacklosigkeit, Czech-Architektur statt Baumarktästhetik, gehobene Beislküche und feiner Wein statt Tequila Slammer und Vodka-Red-Bull.

Geldbörseln aus Karpfenhaut

Das Salzamt kocht seit 20 Jahren zwar einigermaßen das Gleiche, aber es war schon damals gut, die Preise sind in Ordnung, na ja,


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