Basics

Grundkurs Kochen (16)

Stadtleben | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Wo's draußen immer grauer taut: frisch gekochtes Sauerkraut

Gesünder wäre es wohl, Sauerkraut gleich roh aus dem Fass zu futtern, aus dem der Gurken-Leo am Naschmarkt sogar bei Minusgraden die Portionen mit bloßen Händen herausfischt. Sauerkraut stärkt offensichtlich die Abwehrkräfte, was mit irgendwelchen Milchsäurebakterien und den Vitaminen A bis K zusammenhängt. Weswegen es gerade im Winter regelmäßig verzehrt werden sollte (dann kann man sich auch das lästige Orangenschälen sparen).

Da Sauerkraut als Rohkost nicht jedermanns Geschmack ist, wenden wir uns in dieser kleinen Basisecke der gekochten Variante zu und beschreiben die einfachste Zubereitungsart: Dafür in einem größeren Topf klein gehackte Zwiebel in etwas Fett (Pflanzenöl, Schmalz) glasig dünsten, das abgetropfte und zerpflückte Sauerkraut hineingeben und etwas mitdünsten. Anschließend ein Lorbeerblatt, ein paar Wacholderbeeren, eventuell etwas Kümmel und gut 1/4 Liter Wasser oder Brühe dazugeben (manche nehmen auch Weißwein oder Apfelsaft) und zugedeckt eine halbe Stunde köcheln lassen.

Wenn das Kraut gar ist, geht's ans Binden der Flüssigkeit. Dazu schälen wir einen Erdapfel, mischen ihn, fein gerieben, unters Kraut und lassen das Ganze noch einmal zehn Minuten kochen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Was den Gesundheitsaspekt betrifft, muss man zum Sauerkraut übrigens nicht zwangsläufig fette Haxen und Ripperln servieren. Und schon Wilhelm Buschs Witwe Bolte hat davon geschwärmt, wenn es "wieder aufgewärmt". cw


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