Umar Israilov (1981 - 2009)

"Bitte helfen Sie mir!"

Politik | aus FALTER 04/09 vom 21.01.2009

Am 10. Juni 2008 informierte ein reumütiger russischer Agent den Verfassungsschutz darüber, dass der Tschetschene Umar Israilov ermordet werden sollte. Aus "Kostengründen" verweigerte die Republik dem Flüchtling Personenschutz. Vergangene Woche wurde er erschossen

Recherche: Florian Klenk

Einmal warteten die Männer in einem VW-Bus vor seiner Wohnung in der Leopoldauer Straße in Wien Floridsdorf. Als Umar Israilov, 27, aus seinem Küchenfenster blickte, schien es ihm, als deute einer der Männer mit dem Finger auf ihn. Das war am 3. Juli 2008 um zwei Uhr nachts.

Als Umar Israilov um halb fünf Uhr früh einen zweiten Blick aus seinem Küchenfenster riskierte, waren die Männer im Bus immer noch da.

Er dachte: Da sind sie also. Nur ein halbes Jahr später, am Dienstag der vergangenen Woche, rannte er auf dieser Straße vergeblich um sein Leben.

Umar Israilov ahnte, was die Männer wollten. "Zwei Killer sind schon ganz hungrig, mich zu töten", gab er am 10. Juni 2008 beim Landesamt für


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