Grüne Schwestern

Politik | aus FALTER 04/09 vom 21.01.2009

Mit ihren EU-Kandidatinnen läuten die Grünen das Ende einer Ära ein - aber keinen Kurswechsel in ihrer Europapolitik

Bericht: Nina Horaczek

Die Frauen müssen sich den Raum nehmen", sagt Ulrike Lunacek. "Es bleibt ihnen auch gar nichts anderes übrig, die Männer werden ihren Platz sicher nicht freiwillig räumen." Das war im Jahr 1998.

2009 ist es nun so weit. Beim Bundeskongress der Grünen in Klagenfurt setzte sich Lunacek gegen den langjährigen Europaparlamentarier Johannes Voggenhuber durch und wird die Ökopartei kommenden Juni in die EU-Wahl führen. Hinter Lunacek kandidieren ausschließlich Frauen an aussichtsreicher Stelle: die Tirolerin Eva Lichtenberger auf Platz zwei und die Wienerin Monika Vana an der dritten Stelle. An der Bundesspitze wurde Eva Glawischnig mit 97,4 Prozent zur Nachfolgerin des langjährigen Grünen-Chefs Alexander Van der Bellen gewählt.

Obwohl nun sowohl der Kreis rund um Voggenhuber wie auch andere Parteien damit einen Kurswechsel weg von Europa erkennen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige