Silberpfeil, mon amour

Politik | aus FALTER 04/09 vom 21.01.2009

Ihren Fetisch U-Bahn lässt sich die Stadt Wien schon immer viel kosten

Bericht: Julia Ortner

Viele bunte Knöpfe, blinkende Lichter und mittendrin an den Schaltern der Macht ein zufriedener Michael Häupl. Der Wiener Bürgermeister und seine Vize Renate Brauner ließen sich bei der Eröffnung des neuen U2-Abschnitts vergangenes Jahr gerne im Führerstand ablichten - U-Bahn kommt immer gut. Sie ist schnell und modern, das rote Wien liebt seine Silberpfeile.

Mit der U-Bahn bekommen auch die abgelegensten Winkel der Stadt eine flotte Verbindung ins Zentrum. Die Züge kommen verlässlich, die Intervalle liegen mittlerweile international im guten Schnitt, die Fahrgäste mögen ihre U-Bahn. "Technisch ist man in Wien gut ausgerüstet, bei den Bau- und Erhaltungskosten wird allerdings auch nicht gespart", sagt Thomas Macoun, Verkehrsplaner an der Technischen Universität.

Den Fetisch der Kommunalpolitik hat jetzt auch der Rechnungshof kritisiert. Bei der Verlängerung der U1 und U2 habe das interne


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