Die Neuauflage eines Nachdenkprojekts

Politik | aus FALTER 04/09 vom 21.01.2009

1994 erschienen sie zum ersten Mal, nun wieder: Franz Vranitzkys "Themen der Zeit" lesen sich wie ein besseres Regierungsprogramm

Rezension: Barbara Tóth

Alles nur für die Schublade! Dieses vernichtende Urteil fällten viele Beobachter, als der einstige Kanzler Franz Vranitzky Intellektuelle und Wissenschaftler zum Nachdenken über die Zukunft einlud, diese daraufhin unter der Herausgeberschaft von Peter Pelinka und Armin Thurnher im Jahr 1994 einen Band mit dem selbstbewussten Namen "Österreich neu - Der Report an den Bundeskanzler: Zwölf Provokationen zu Themen der Zeit" vorlegten - und dann nichts Großartiges passierte.

Dahinter steht der etwas naive Glaube, dass Politik und Intelligenz eines Landes kommunizierende Gefäße sind. Realistischer gesehen sind sie, vor allem in Ländern, die wie Österreich organisiert sind, zwei separate Systeme, die, bei gutem Willen und persönlichen Freundschaften, einander hin und wieder befruchten können. Anders ist es in angloamerikanischen Ländern,


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