Nüchtern betrachtet

Mein (einziger) Beitrag zum Darwinjahr

Feuilleton | aus FALTER 04/09 vom 21.01.2009

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Seit gefühlten sieben Monaten ist Charles Darwin, der Posterboy der modernen Naturwissenschaften, omnipräsent. Es haben ja schon viele sogenannte Genies 200. Geburtstag gehabt, aber so viel 200. Geburtstag wie Darwin hat schon lange niemand mehr gehabt, nicht einmal Rufus T. Firefly, Erfinder der standrechtlichen Exekution überflüssiger Ehemänner. Die Feuilletons sind voller Darwin, die Buchläden sind voller Darwin, die ganze Welt ist voller Darwin. Keine Blumenboutique, keine Suppenküche und kein Jeansladen kommt ohne Darwingebinde, Darwingewürze, Darwinnähte- und -nieten aus, alles volle Kanne durchdarwinisiert wie Sau, verfickte Finkenscheiße aber auch!

An sich wäre mir Darwin, dieser fiese schildkrötenschänderische Stiesel, völlig powidl, hätte es vor Weihnachten nicht "klonk" gemacht in meinem Rachenraum. Die höhere Gemeinheit bestand darin, dass ich gerade an einem zahnfreundlich


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