Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 04/09 vom 21.01.2009

… dass die Bahnhof-City wackelt. Die ÖBB werden das künftige Einkaufs- und Bürozentrum am Wiener Hauptbahnhof doch nicht bauen; der Fertigstellungstermin 2013 ist fraglich. 2008 kippte das Bundesvergabeamt das Bauvorhaben, weil die ÖBB ihre Bahnstadt nicht EU-weit ausschreiben wollte. Deshalb wird das Grundstück beim Südbahnhof jetzt verkauft, ein Privater soll statt der ÖBB (zu privaten Bedingungen) die Bahnhof-City errichten. Die ebenfalls geplante - öffentlich ausgeschriebene - ÖBB-Zentrale wandert dafür auf die Rückseite des Bahnhofsareals.

… dass der Guglhupf bröselt. Laut Bezirksvorstehung Alsergrund ist der Bauzustand des Narrenturms kritisch. Das Pathologisch-Anatomische Museum im ehemaligen Irrenhaus im Alten AKH hätte eine Sanierung dringend nötig, sagt die Bezirksvorsteherin. Jetzt soll an einem Konzept dafür gearbeitet werden.

… dass die Lampen stören, zumindest sagen das die Kritiker. Die Kärntner Straße soll mit schlicht-modernen Laternen gestaltet werden. Viel zu schlicht und modern für die Innenstadt, findet die City-Chefin ebenso wie einige Privatinitiativen. Jetzt werden Unterschriften gesammelt und Umfragen durchgeführt - denn eine Probelampe als Anschauungsobjekt steht schon da.

… dass der Prater kostet, und das ist laut Rathausopposition vor allem die Schuld von Georg Wurz, Chef der Prater-Service-GmbH, der unter anderem den Bau des Riesenradvorplatzes koordinierte. Nun wurde ihm ein zweiter Geschäftsführer zur Seite gestellt: Christian Rötzer wird sich hauptsächlich den Finanzen der stadteigenen Praterfirma widmen. Ein "Aufpasser für Wurz", höhnt die Opposition.


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