Danke, Putin!

Steiermark | aus FALTER 04/09 vom 21.01.2009

Eine steirische Kleinstadt machte sich vom russischen Gas unabhängig. Kann das die restliche Steiermark auch?

Reportage: Donja Noormofidi; Gerllinde Pölsler

Der frühere Schweinebauer Karl Totter würde dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin am liebsten einen Geschenkskorb überbringen lassen, so dankbar ist er ihm: "Er hat uns Europäern die Hirnkastln wieder eingeschaltet." Jahrelang taten ihn, Totter, viele als "Spinner" ab, jetzt kapierten die Leute endlich, wie wichtig es sei, dass eine Region sich selber mit Energie versorgen kann. Die Bewohner des steirisch-slowenischen Grenzstädtchens Mureck brauchen nicht vor der Frage zu zittern, wie lange Putin die Gasschläuche zuhält. Sie haben ihr eigenes "Nahwärme"-Heizwerk, das Holz-Hackgut dafür karren die Sägewerksbetriebe und Bauern aus der Umgebung heran. Die Biomasse-Anlage deckt 85 Prozent des Murecker Wärmebedarfs ab. Zusätzlich erzeugt eine Biogasanlage Strom und Wärme, und Altspeiseöl und Raps kommen als Biodiesel


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