"Gott sei Dank!"

Steiermark | aus FALTER 04/09 vom 21.01.2009

Jörg Koßdorff, scheidender Grazer Opernintendant, über sein Regiedebüt in "Nabucco", leere Kassen und die heilige Wahrheit

Interview: Clara Pfaller, Thomas Wolkinger

Jörg Koßdorff kennt die Grazer Oper wie kein anderer. Vor 55 Jahren hat er sie das erste Mal betreten und seither praktisch ohne Unterbrechung in diesem Haus als Statist, Beleuchter, Bühnenbildner, Technischer Direktor und - seit 2003 - auch als Intendant gewirkt. Zwischendurch hat Koßdorff immer wieder Bühnen für große internationale Produktionen, vor allem für Regisseur Peter Konwitschny, gestaltet. In seiner letzten Spielzeit - die nächste wird bereits von Elisabeth Sobotka, der früheren Direktorin der Berliner Staatsoper Unter den Linden, verantwortet - gibt Koßdorff, Jahrgang 1938, nun in Verdis "Nabucco" auch noch sein spätes Debüt als Regisseur.

Falter: Was ist denn Ihre früheste Erinnerung an die Grazer Oper?

Jörg Koßdorff: Lustigerweise ist sie mit einer Tätigkeit verbunden. 1954 - da hatte ich noch


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