Noch im Kino

Verfilmter Richard Yates: „Zeiten des Aufruhrs“

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

Richard Yates’ Roman „Revolutionary Road“ (1961) verdankt seinen Ruf einer „zersetzenden Kritik an der ‚Vorstadtlösung‘ der Nachkriegszeit und den hoffnungsfrohen Menschen auf der Suche nach einem akzeptablen Gleichgewicht“ (Richard Ford). Ein junges Ehepaar, unauffällig und ohne Bedürfnisse außer dem, glücklich zu werden, bezieht in den fünfziger Jahren ein schmuckes Einfamilienhaus in Connecticut – und wird Teil jener amerikanischen Vorstadthölle, an deren verfestigtem Bild wiederum Yates maßgeblichen Anteil hat. Regisseur Mendes stellt seine beiden Stars wie Probanden unter einen Glassturz, lässt sie hinter einem durchsichtigen Panzer leiden, schreien, hassen – Überinszenierung ist alles, weshalb alles völlig kalt und steril bleibt, bis zum bittern Ende und ohne jede Empathie.

Weiterhin im Kino (OF im Haydn und Burg)


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