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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

Es ist absolut grotesk, welcher Wert dem Sport zugemessen wird! Der ORF, der keine Startnummernauslosung fürs Skisprungtraining mehr auslässt und nicht einmal vor Snowboardbewerben mehr zurückschreckt, übertrug unlängst sogar die WM im Telemarken – eine vollkommen zurecht auf der Müllhalde des Skisports entsorgte Disziplin, die nun von irgendwelchen Retroclowns fahrlässig reanimiert wurde. Wen wundert’s da noch, dass der Sport in der neuen Presse am Sonntag, die im März auf den Markt kommt, gleich nach der Politik an zweiter Stelle kommen soll, wie Ingrid Brodnig in Erfahrung bringen konnte (S. 21).

Jahr für Jahr entfacht auch der Chefredakteur des Falter ungesunde Aufregung, weil der Wien-Marathon noch immer stattfindet – so wie der Winterschlussverkauf oder der Tag der unschuldigen Kinder. Jetzt fühlt sich Joseph Gepp, der relativ neu ist und sich das nicht schon seit zirka 1992 anhören muss, bemüßigt, schon im Jänner über originelle Zugänge zum Thema nachzudenken. Er, der bei irgendeiner Bezirksmeisterschaft im Bewerb Lungenzug/filterlos in der Klasse der 12- bis 14-Jährigen einen vierten Platz belegt haben will, hat sich jetzt sogar für eine Marathonstaffel angemeldet und will im Mai die 9,1 Kilometer vom Ring bis zum Prater laufen. Jetzt fehlt nur noch, dass die verschiedenen Ressorts des Falter an Synchronschwimmbewerben teilnehmen müssen. Wiewohl: Wenn Wolfgang Kralicek mitmacht, bin ich auch dabei!


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