„Ich bin die Rosa Luxemburg der ÖVP“

Politik | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

Staatssekretärin Christine Marek über das Los, eine Vorzeigefrau zu sein und die Bremser in ihrer Partei

Interview: Julia Ortner, Barbara Tóth

Der fesche Mr. Jänner schaut mit nacktem Oberkörper und Motorsäge vom Jungbauernkalender auf die Damen im Sekretariat. Am Tisch ein Stillleben aus bunten Makronen vom Innenstadtkonditor und Wasabinüsschen. Hier regiert eine Frau. Das Vorzimmer von Christine Marek, ÖVP-Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, verströmt Wohnzimmeratmosphäre. In ihrem Job setzt Marek allerdings nicht auf Feng-Shui-Charme – als resolute Vorzeigefrau des liberalen schwarzen Flügels machte sie sich in der Partei nicht nur Freunde.

Falter: Frau Staatssekretärin, wo ist Ihr Sohn Max gerade?

Christine Marek: In der Schule.

Wie oft mussten Sie diese Frage beantworten, als Sie bei der Wiener ÖVP anfingen?

Marek: Nie.

Nie?

Marek: Das war wirklich nie ein Problem. Der Maxi war ein Jahr, da bin ich mit dem Kinderwagerl bei der ÖVP Meidling reinmarschiert und habe gesagt:


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