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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

Josef Ostermayer hat momentan das, was man einen guten Lauf nennt. Zwar kennt wohl kaum ein Wähler den neuen Medienstaatssekretär (SPÖ). Dafür lieben ihn die Medien umso mehr. Österreich feiert ihn, weil er als „Zeichen der Sparsamkeit“ als „erster Regierungspolitiker“ auf ein Dienstauto verzichtet. „Er fahre lieber mit den Wiener Linien und sei Besitzer einer Jahreskarte.“ Der Krone ist es eine ganze Seite wert, dass der Staatssekretär im Bundeskanzleramt „für einen Abend heimgekommen“ ist in seine burgenländische Heimatgemeinde Schattendorf. Der Politiker ist laut Kronen Zeitung „einer von jenen, die es aus den sogenannten ‚kleinen Verhältnissen‘ hinaufgeschafft haben“. Krone-Journalist Claus Pándi muss es wissen. Schließlich ist Pándis Ehefrau Pressesprecherin von Kanzler Werner Faymann. Und Ostermayer nicht nur Pándis Freund, sondern auch Faymanns engster Vertrauter. So wird das burgenländische Willkommensfest für den Staatssekretär „aus kleinen Verhältnissen“ fast so etwas wie eine Krone-Familienfeier.


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