Durchgeblättert: die Sonntagszeitung der Presse im Schnell-Lesegang

Medien | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

Im März kommt die Sonntagszeitung auf den Markt. Für Presse-Leser sieht die Titelseite der Sonntagszeitung ungewöhnlich aus. Während das Hauptblatt von Montag bis Samstag eine monothematische Seite 1 bringt, erscheint zum Abschluss der Woche der Leitartikel des Chefredakteurs auf der Titelseite. Daneben wird die Coverstory angekündigt, beispielsweise ein Text über Brüder als „liebste Feinde“.

Nach dem Inhaltsverzeichnis folgt die Politik. Wie auch im Rest des Blattes dominieren menschliche Zugänge – vom Porträt des Bundespräsidenten Heinz Fischer bis zum Spaziergang mit der Wiener Grünen-Chefin Maria Vassilakou. Um nicht alt auszuschauen, gibt es einen zweiseitigen Nachrichtenüberblick mit der Tadelkolumne „Narr der Woche“.

Die wirkliche Überraschung kommt nach der Politik. Das Sportressort taucht an zweiter Stelle im Blatt auf. Fünf Seiten Sportberichterstattung sind für die Presse ungewöhnlich viel. Im Ressort „Sport & Spiel“ finden sich aber auch Sudokus und eine Schlussseite mit Hightech- und Internetthemen.

Hier zeigt sich bereits, dass das Blatt zum Teil ungewöhnliche Ressorts besitzt. Es setzt sich aus den Bereichen „Politik“, „Sport & Spiel“, „Eco“ (Wirtschaft), „Wissen“, „Lokal“ (Wien und Gastro), „Leben“ (Erziehung und Familie), „Globo“ (Reisereportagen), „Kultur“ und „Debatte“ zusammen.

Der Prototyp der Zeitung ist bunter, magaziniger. In Stein ist das Blatt aber anscheinend noch nicht gemeißelt. Beim Produkttest werden den Teilnehmern abschließend auch alternative Titelseiten vorgestellt. Auf diesen befindet sich das Presse-Logo nicht am oberen Ende, sondern seitlich links. Vielleicht schaut das Magazin, wenn es im März auf den Markt kommt, ja doch ganz anders aus.


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