„Austrofred ist ein dankbares Ventil“

Feuilleton | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

Franz Adrian Wenzl ist der Mann hinter dem Schnauzer. Porträt eines professionell Schizophrenen

Interview: Sebastian Fasthuber

Mir kommt vor, heute hau ich wieder alles um“, schmunzelt Franz Adrian Wenzl etwas verlegen. „Ich komm mir grad so ungelenk vor.“

Doch, es besteht ein Unterschied zwischen der Privatperson Franz Adrian Wenzl und der Rampensau, die als Austrofred und als Sänger der Band Kreisky die heimischen Bühnen rockt.

Sosehr sich seine künstlerischen Standbeine – höherer Austropop-Unsinn und Rock mit scharfen Ecken und Kanten – musikalisch auch unterscheiden, eines trifft doch auf beide zu: Es geht darum, einen ordentlichen Auftritt hinzulegen. „Auf der Bühne habe ich nie einen Genierer gekannt“, sagt der bekennende Progrock-Fan. „Wenn ich mir selber ein Konzert anschaue, will ich ja auch was sehen.“

In seinen frühen Jahren, die er als musikalischer Bastler im Wohnschlafzimmer verbrachte, habe er auf der Bühne noch „unangemessen expressiv“ agiert, erinnert


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige