Nominierung für Spielmanns „Revanche“: Ein Oscar auf dem Dach ist besser als ein Bär in der Hand

Feuilleton | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

Kommentar: Michael Omasta

Das war schon mal sehr schön, Donnerstag vergangener Woche, als in Los Angeles die fünf nominierten Produktionen in der Kategorie „Best Foreign Language Film“ (vulgo: Auslandsoscar) bekanntgegeben wurden. Forest Whitaker, einer der interessantesten Vertreter der US-amerikanischen Schauspielzunft, stand auf der Bühne des Goldwyn Theater und brummte im Tonfall des letzten Samurais: „Revanche“ – frromm Austria!

Für alle, die es nicht wissen: „Revanche“ ist ein Film von Götz Spielmann, und seine Nominierung gleichermaßen überraschend wie gerechtfertigt. Nach vielen Ups („Der Nachbar“, „Die Fremde“, „Spiel im Morgengrauen“) und einigen Downs („Erwin und Julia“, „Die Angst vor der Idylle“) ist dem 1961 in Wels geborenen Filmemacher letztes Jahr seine bisher überzeugendste Kinoarbeit gelungen.

„Revanche“ ist ein dichtes, in seiner formalen Präzision wie auch schauspielerischen Eindringlichkeit an französische Kriminalfilme

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