„Wird schon Kunst sein, irgendwie“

Feuilleton | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

Mit Heizdecken und Frau Goldgruber hat sich Nicolas Mahler den Status eines international gesuchten Comic-Künstlers erstrichelt

Porträt: Peter Iwaniewicz

Wie begegnet man einem Menschen, dessen Leben in fast allen seinen Publikationen autobiografisch ausgebreitet wurde? Kann man einem Künstler wie Nicolas Mahler überhaupt vorurteilsfrei gegenübertreten und ein differenziertes Porträt schreiben, wenn man doch eh schon alles aus seinen Comics und Cartoons erfahren hat?

Nicolas Mahler lebt bei seiner Mutter, hat zu Heizdecken einen stärkeren erotischen Bezug als zu Frauen, hängt mit seinen Nerd-Freunden in der Comicszene ab und verweigert sich konsequent jedem Kunstestablishment. Darf man diesem Eindruck trauen, oder gilt hier Friedrich Schillers Aphorismus „Der Schein soll nie die Wirklichkeit erreichen und siegt Natur, so muss die Kunst entweichen“?

Wer also ist dieser Künstler, dessen Werk vielfältiger und erfolgreicher ist, als es seine sehr bescheidene Selbstinszenierung vermuten


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