Fußball

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

In memoriam Peter Persidis (1947—2009) dem Spielfeld

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben

Zum ersten Mal habe ich Peter Persidis am 20. September 1980 im Weststadion gesehen. Obwohl Keglevits in der ersten Minute das 1:0 geschossen hatte, schlitterte Rapid im Derby noch in ein 2:5-Debakel. Kein Ruhmesblatt für den 33-jährigen Libero Persidis, der damals im Spätherbst seiner aktiven Karriere stand. Trotzdem habe ich ihm die Niederlage nicht übelgenommen. Irgendwie war mir klar, dass der Mann eine Institution ist, die man als kleiner Fan zu respektieren hat. Im Nationalteam hatte Persidis in Bruno Pezzey einen übermächtigen Konkurrenten; er war zwar im Kader der WM 1978, wurde aber nicht eingesetzt. Als Trainer war er ruhig und bescheiden wie als Spieler; zuletzt assistierte er Josef Hickersberger bei Rapid und im Team. Männer wie Peter Persidis leben für den Fußball. Umgekehrt lebt der Fußball von Männern wie Peter Persidis.


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