Beisl

Der steirische Gourmet

Steiermark | aus FALTER 05/09 vom 28.01.2009

In der Hülle liegt die Fülle

Bistrobesuch: Wolfgang Kühnelt

Wie lautet das oberste unternehmerische Prinzip? „Tu es mit Begeisterung oder lass es bleiben!“ Vielleicht hätte sich das Team rund um Nataliya Kumpas dieses Motto zu Herzen nehmen sollen, ehe es das russisch inspirierte Beisl Samowar in der Reitschulgasse eröffnete. Dann wären die Wände liebevoller bemalt worden. Des Weiteren hätte man sich um eine ordentliche Heizung gekümmert und nicht die Gäste frösteln lassen.

Und schließlich hätte man noch einmal gemeinsam über das Marketingkonzept nachgedacht. Das fängt bekanntlich mit dem Produkt an, in unserem Fall handelt es sich um Blinis. Im Samowar gibt es nichts anderes, also müssen sie gut sein. Müssten, um genauer zu sein. Die gefüllten Rollen, die optisch wie geschmacklich an Palatschinken erinnern, schmecken im Samowar allerdings nach wenig bis gar nichts. Die Hülle ist einmal zu bleich, dann wieder leicht verkokelt. Knusprig ist sie nur in einem von drei Fällen.


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