Vernissagen

Pop und Porn

Lexikon | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Pornografie hat Konjunktur – nicht nur im Schlafzimmer, sondern auch in der zeitgenössischen Kunst. Während sich in der Vergangenheit vor allem feministische Künstlerinnen kritisch des Genres annahmen, wird heute ohne Vorbehalte auf Hardcorematerial zurückgegriffen. Die Schau „Porn Identity“ versammelt künstlerische Arbeiten, die weniger auf Voyeurismus setzen, als sie das Verhältnis von Macht, Blick und Körper sowie den Vermarktungswahn von Sexualität hinterfragen möchten. Die fetischistische Aufladung von Objekten gehört seit den Surrealisten zum Geschäft der Kunst. Zu sehen sind Installationen, Skulpturen und Videos von John Miller, Tom Burr, Katrina Daschner, Bruce LaBruce und anderen. NS

Kunsthalle, Eröffnung Do 19.00, bis 1.6.


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