Ohren auf!

Sammelkritik


Klaus Nüchtern
Lexikon | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Drummer gelten als Egomanen. Der Wiener Uli Soyka hingegen ist eher ein Schlagzeug-Softie, der lieber für einen klangfarbenreichen unaufdringlichen Flow sorgt, als sich berserkernder Beatbeamtenschaft zu verschreiben. Vor elf Jahren hat er sein eigenes Label gegründet: Pan Tau-X, benannt nach dem melonetragenden Zauber-Gent aus dem tschechischen Fernsehen, der seinerzeit auch ORF-konsumierende Kids verlässlich in die Depression trieb.

Auch als Labelchef spielt sich Soyka nicht in den Vordergrund und hat auch Alben veröffentlicht, auf denen er selbst gar nicht zu hören ist – etwa das 2007 erschienene „Projekt M“, auf dem Uli Rennert mit drei (Bass-)Klarinettisten die Musik von Thelonious Monk einer kammermusikalischen Neudeutung unterzieht.

Im letzten Jahr erschien der Live-Mitschnitt „Undetected“, auf dem Frank Schwinn (g), Raphael Preuschl (e-b) und Soyka ein breites Programm zwischen Bossa- und Reggae-Rhythmen, jazzrockiger Expression und freier Improvisation bieten und sich

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