Seinesgleichen geschieht

Die Grünen und der Fall Voggenhuber: Vorbei ist noch lange nicht vorbei

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Johannes Voggenhuber ist kein Kandidat der Grünen für die Wahlen zum Europäischen Parlament. Das steht offiziell seit zwei Wochen fest und wurde hier auch in einem ausführlichen Artikel beklagt („Erleichterung über eine Katastrophe. Die Grünen nach Johannes Voggenhuber“, Falter 4/09). Spitzenkandidatin ist Ulrike Lunacek, an zweiter Stelle kandidiert Eva Lichtenberger.

Ein in der Zwischenzeit erfolgter Versuch mehrerer grüner Politiker, Voggenhuber zu einer „Solidaritätskandidatur“ zu bewegen, war insofern erfolgreich, als sich dieser dazu bewegen ließ. Zuvor hatte er festgehalten, bliebe er nicht Nummer eins auf der Liste, würde er überhaupt nicht antreten.

Die Überlegung war klar: Auch an aussichtsloser Stelle der Liste nominiert, würde Voggenhuber selbst ohne jeden Vorzugsstimmenwahlkampf genügend Vorzugsstimmen erhalten, um dadurch wieder auf den ersten Listenplatz zu springen. Andreas Mölzer hatte das bei der letzten Wahl vorgemacht und den liberalen FPÖ-Kandidaten


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