Gegenderte Silberrücken: Wie der Streit um Johannes Voggenhuber die Grünen spaltete

Politik | N.Horaczek/J.Ortner | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Es ist das Ende eines Konflikts, der die Grünen seit Jahren beschäftigt: Ihr Europapolitiker Johannes Voggenhuber hatte angekündigt, sich nur als Spitzenkandidat im EU-Wahlkampf zu engagieren. Andernfalls ziehe er sich aus der Politik zurück. Am grünen Bundeskongress Mitte Jänner entschieden sich die Delegierten aber für Ulrike Lunacek als Nummer eins. Heftige Diskussionen waren damit vorprogrammiert – intern, aber auch öffentlich. Kann man auf den renommierten Experten verzichten?

Voggenhuber hatte sich nicht nur als EU-Experte, sondern auch als permanenter Querschläger gegen die Parteiführung einen Namen gemacht. Als er plötzlich anbot, an der 42. und letzten Stelle zu kandidieren, wurde sein Vorschlag vom grünen Vorstand mit 17 zu zwölf Stimmen abgelehnt. Denn hätte man Voggenhuber auf die Liste gesetzt, hätte dieser wohl alles unternommen, um mithilfe von Vorzugsstimmen vor der Spitzenkandidatin Lunacek ins EU-Parlament gewählt zu werden.

„Johannes Voggenhuber hätte


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