Die unhübschen Narben, die Willy Brandt fürchtete

Politik | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Der Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer hat neue Ergebnisse seiner Langzeitstudie veröffentlicht. Er sieht ein unvereintes Deutschland

Rezension: Christine Zeiner

Willy Brandts berühmter Satz wurde verstümmelt, und auf diese Feststellung legt Wilhelm Heitmeyer großen Wert. Vergessen würden bei dem schlichten „Nun wächst zusammen, was zusammengehört“ die Bedingungen, unter denen das passieren kann, sagt der Sozialwissenschaftler.

Es geht eben nicht so einfach. 20 Jahre nach dem Mauerfall schreibt Heitmeyer in seinem neuen Buch: „Wir leben immer noch in zwei Gesellschaften.“ Vorurteile und Stereotypen haben sich nicht verringert. Ost- und Westdeutschland sind noch nicht zusammengewachsen. Das ist im siebenten Band der Reihe „Deutsche Zustände“, einer Langzeitstudie der Uni Bielefeld, nachzulesen.

Die halboffene Gesellschaft

Dass sich viele Ostdeutsche nicht eingebunden fühlen, liegt freilich an der wirtschaftlichen Situation, schreiben Heitmeyer und seine Co-Autoren. Die Arbeitslosigkeit


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