Technik

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Für alle, die ihre Kamera gerne malträtieren

Prüfbericht: Thomas Vasek

Meine Digitalkamera ist ein Opfer. Mal fällt sie mir runter, mal zerkratze ich das Display, mal schneit es drauf. Sobald ich mit dem Ding das Haus verlasse, kriegt es wahrscheinlich Todesangst: Was hat er jetzt wieder vor?

Für Outdoor-Tolpatsche wie mich hat Panasonic seine schicke neue zwölf Megapixel-Kamera, die LUMIX DMC-TS1 geschaffen. Wasserdicht, stoßfest und staubresistent. Die erste Kamera, so heißt es, für Extrembedingungen. Der erlebnissüchtige Digital-Kamerad von heute, so dachten wohl die Entwickler, knipst ja gern in senkrechten Felswänden, beim Schnorcheln oder bei der Wüstenrallye. Die Lumix kann nach Unternehmensangaben aus 1,5 Metern Höhe auf den Boden fallen, ohne Schaden zu nehmen. Angeblich hält sie einen Unterwassereinsatz in drei Metern Tiefe immerhin 60 Minuten lang aus. Dass die Lumix auch bei arktischen Temperaturen nicht den Geist aufgibt, versteht sich da fast schon von selbst. Vermissen könnte man bei so viel Robustheit allenfalls ein kugelsicheres Display. Dafür ist die Lumix, was mich besonders freut, immerhin idiotensicher: Die 400 Dollar teure Kamera kann unter anderem einmal fotografierte Gesichter wiedererkennen – und die Einstellungen entsprechend optimieren. Hat man einmal den Namen der Person eingegeben, zeigt ihn die Kamera an, wenn sie die gleiche Visage wieder mal vor sich hat. Nur für den Fall, dass man vergessen haben sollte, mit wem man da in der Felswand hing.

Thomas VaŠek ist Chefredakteur des PM-Magazins und rezensiert für den Falter jede Woche Mediengadgets


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