„Wir müssten die linke FAZ werden“

Medien | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Der Mainstream wäre für seine neue Wochenzeitung tödlich, meint Freitag-Herausgeber Jakob Augstein

Interview: Christine Zeiner

Eine Topadresse, keine Frage: Die Redaktion der deutschen linken Wochenzeitung Freitag ist gerade in einen gediegenen Altbau nahe dem Boulevard Unter den Linden gezogen. Hier in Berlin-Mitte sitzt Herausgeber Jakob Augstein an seinem Schreibtisch und redet. Darüber was ihm im Journalismus auf den Wecker geht und was Journalismus sein sollte – und vor allem: was der neue Freitag alles kann. Der 41-Jährige hat das Blatt – eine Fusion nach der Wende aus Volkszeitung (West) und Sonntag (Ost) – vor ein paar Monaten gekauft, mit 5. Februar erscheint es erweitert und in neuem Kleid.

Falter: Der Freitag ist eine linke Wochenzeitung. Was verstehen Sie denn unter links?

Jakob Augstein: Der Begriff ist ohnehin schon beschwert durch die Geschichte und jetzt für mich noch schwieriger zu gebrauchen wegen der Linkspartei. Ich will nicht bei der Linkspartei landen. Als


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