College, Kinder, Frauen – und Rabbits letzte Ruhe

Feuilleton | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Der Schriftsteller John Updike (1932–2009) galt schon früh, vielleicht zu früh, als Klassiker der amerikanischen Literatur

Nachruf: Sebastian Fasthuber

Unter den bewährten Kräften der US-Literatur hat der grimme Schnitter in den letzten Jahren böse zugeschlagen. Nach Kurt Vonnegut, Hunter S. Thompson und David Foster Wallace hat er jetzt auch noch John Updike, über viele Jahrzehnte das literarische Vis-à-vis von Philip Roth, erwischt. Am Morgen des 27. Jänner erlag Updike einem Lungenkrebsleiden.

Der Mann aus Shillington, Pennsylvania, war der subtile Porträtist einer nicht nur in den USA langsam untergehenden Klasse: einer Mittelschicht mit guter Bildung und dennoch recht trübem Dasein, die sich zwischen Karriere und Familie, Ehe und Fluchtversuchen, gähnender Leere und Sinnsuche aufreibt.

Updike stellte dabei den Glücksfall eines frühvollendeten Talents dar, das stetig an sich, seinen Themen und seiner Beobachtungsgabe weiterarbeitete. Sein erstes Buch veröffentlichte er 1958,


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