Basics

Grundkurs Kochen (19)

Stadtleben | aus FALTER 06/09 vom 04.02.2009

Will das Schätzle Spätzle haben, muss das Schätzle Spätzle schaben

Nicht dass selbstgemachte italienische Pasta wahnsinnig viel schwerer herzustellen wäre als (schwäbische?) Spätzle. Aber man braucht halt eine Pastamaschine, die nicht unbedingt zur Grundausstattung der urbanen mitteleuropäischen Basiskombüse zählt. Nun gibt’s auch fürs Spätzlemachen einen Haufen Geräte, Hobel oder Pressen. Aber ein Brett und ein Messer tun’s auch – und die sind ja wohl in jeder Küche vorhanden.

Zuerst zum Spätzleteig. Wir bereiten ihn in einer Rührschüssel mit dem Elektroquirl oder einem hölzernen Kochlöffel aus 250 Gramm Weizenmehl, zwei Eiern, einem halben Teelöffel Salz und einem kleinen Glas Wasser. Das geben wir aber erst nach und nach zu, achten darauf, dass keine Klumpen entstehen, und rühren so lange, bis der Teig Blasen wirft und zäh vom Löffel tropft. Kurz: Er sollte weder zu fest noch zu flüssig sein.

Inzwischen haben wir in einem weiten Topf gesalzenes Wasser zum Kochen gebracht. Entweder pressen oder hobeln wir den Teig ins Nudelwasser, oder wir streichen ihn auf ein Brett und schaben mit einem Messer dicke Spätzle hinein. Nach drei bis fünf Minuten sollten die Spätzle gar sein, sie schwimmen jedenfalls an der Nudelwasseroberfläche und man kann sie mit einer Schaumkelle (oder einem kleinen Sieb) herausnehmen. Mit kaltem Wasser abschrecken. Dazu passen in Butter gebräunte Zwiebeln. Vorarlberger verwenden Milch statt Wasser und schichten die Spätzle mit Stinkekäse. Aber die essen ja auch Apfelmus dazu. cw


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