Kolumne

Israelis und Palästinenser brauchen die Hilfe von außen

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 07/09 vom 11.02.2009

Was haben Israel all die militärischen Erfolge gebracht, die Vorstöße der Panzer, eroberte Hügel hier, gewonnenes Territorium dort? "Alle diese Dinge sind wertlos." Sicherheit wird nur durch Frieden mit den Nachbarn, einem Rückzug aus den Palästinensergebieten und der Teilung Jerusalems kommen. So argumentierte im September 2008 nicht ein linker Peacenik, sondern der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert in einem aufsehenerregenden Interview mit Yediot Aharonot. Der scheidende Regierungschef schien am Ende seiner Karriere die Dogmen seines politischen Lebens infrage zu stellen. Aber es war nur ein Ausreißer. Getrieben von schlechten Umfragewerten im Wahlkampf wählte die Regierung im Gazakrieg jene ausschließlich militärische Logik, die der Premierminister zuvor zerpflückt hatte.

Immerhin musste sich Olmert in seiner friedensbewegten Phase nicht mit dem Vorwurf des "jüdischen Selbsthasses" auseinandersetzen, der kritischen Geistern im Nahostkonflikt oft entgegenschallt. Auch


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