Der Agent, der den Mord prophezeite, lebt nun in Todesangst in Russland


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 07/09 vom 11.02.2009

Vergangene Woche bekam der Grüne Peter Pilz unerwarteten Besuch. Ein ihm unbekannter Tschetschene übergab ihm eine russische Handynummer. Der Mann, dem diese Nummer gehöre, so bedeutete der Tschetschene, lebe nun in Todesangst.

Wenn man die Nummer wählt, meldet sich ein Mann namens Artur K., Spitzname Arbi. Er ist eine Schlüsselfigur im Mordfall Umar Israilov. Arbi war es, der Justiz- und Innenministerium bereits im Juni vom bevorstehenden Attentat auf den tschetschenischen Exrebellen informierte.

Arbi stellte sich im Juni dem Verfassungsschutz als Leiter einer Sonderabteilung des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow vor, die eine Todesliste mit missliebigen Tschetschenen abzuarbeiten habe. Eine dieser Personen, die "verschwinden" sollten, sei der in Floridsdorf lebende Israilov. Arbi war beauftragt den Flüchtling zu beseitigen, weil dieser sich weigere, eine Klage mit Foltervorwürfen gegen Kadyrow vor dem Straßburger Gerichtshof für Menschenrechte zurückzuziehen.

Arbi bekam

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