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Pressekolumne

Medien | Barbara Tóth | aus FALTER 07/09 vom 11.02.2009

Ein Gedankenexperiment: Wenn Tageszeitungen sich am Laufsteg der Mode präsentieren würden, welche Marke wären sie dann? Bei der Sonntagszeitung der Presse wissen wir das ganz genau, weil zum Start des neuen Produkts am 15. März ein Shooting mit den leitenden Redakteuren stattfand. Darauf zu sehen: Chefredakteur Michael Fleischhacker, Chronik-Ressortleiter Rainer Nowak und Außenpolitik-Chef Christian Ultsch, alle drei im schwarzen, schmalgeschnittenen Anzug mit weißem Hemd - natürlich ohne Krawatte, dafür die Hände lässig in den Hosentaschen. Nennen wir diesen Look einmal Hugo Boss für Fortgeschrittene. Oder Prada für Arme. Der Standard? Früher, unter Chefredakteur Gerfried Sperl, wäre er Yamamoto gewesen. Unter Alexandra Föderl-Schmid eher Kenzo. Der Kurier? Eindeutig Kleider Bauer. Österreich? Talley Weil. Profil? Unter Chefredakteur Christian Rainer immer mehr Dolce&Gabbana. Und der Falter? Kaum zu glauben, aber Chefredakteur Armin Thurnher schaut manchmal wirklich nach Pringle aus.


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