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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 07/09 vom 11.02.2009

Google wird wieder gerügt. Der Suchmaschinenriese bietet neuerdings Google Latitude an. Das Onlineservice ermöglicht es, jederzeit einen Handynutzer zu orten. Eh klar, dass dieses Szenario prompt Paranoia auslöst. Wer möchte schon, dass der Partner den Seitensprung live mitverfolgen kann? Und welcher Jugendliche ist steil darauf, wenn Papa und Mama einen peilen können? Im Google-Reich werden die Vorzüge der permanenten Kontrolle betont: Könnte es nicht total lustig sein, stets den Aufenthaltsort von Freunden und Verwandten zu wissen? Da hat man auch mehr Gesprächsstoff fürs Familientreffen ("Onkel Hans, was hast du eigentlich letzten Dienstag im Rotlichtviertel gemacht?"). Zudem lasse sich die Ortung jederzeit deaktivieren, versichert Google. In Wirklichkeit ist das Ganze auch ein Hype. Zwar ist überall von Latitude zu lesen, aber auf den meisten Handymodellen funktioniert das Service noch gar nicht. Nicht einmal am iPhone. Puh, da gibt es also noch eine Verschnaufpause, bis die richtige Überwachung beginnt.


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