Wenn beim Schneewalzer der Kunstschnee rieselt

Feuilleton | aus FALTER 07/09 vom 11.02.2009

Die Unterhaltungsmaschine von André Rieu macht wieder einen Wien-Stopp. Der Falter war schon vor vier Jahren einmal dabei

Reportage: Christopher Wurmdobler

Es ist einfach (und nicht besonders einfallsreich), das, was André Rieu als Musik unter die Massen bringt, mit Häme abzutun. Aber es ist dennoch interessant, so ein Rieu-Konzert erlebt zu haben und zu verstehen, mit welchen Tricks der holländische Stehgeiger seinem Publikum Glücksgefühle verschafft. Am 16. Februar gastiert er wieder mit seinem Johann-Strauß-Orchester in der Wiener Stadthalle. Vor vier Jahren hat dort der Falter schon einmal einen langen Abend in Pastell verfolgt.

50 Personen im Orchester brauchen Platz; in der riesigen Halle wirkt die Bühne trotzdem mickrig, die Schleiflacknotenständer billig wie der Blumenschmuck und die schnörkeligen Sesselchen, auf denen die Musikerinnen und Musiker gleich Platz nehmen werden - umgeben von schlichten Videowänden. Das letzte Klingeln kündigt den Beginn an, 8000 Zuschauer,

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