Licht am Ende des Tunnels

Feuilleton | aus FALTER 07/09 vom 11.02.2009

Marilies Jagsch singt traurige Lieder. Dabei ist die junge Musikerin gar nicht so

Porträt: Gerhard Stöger

Im vergangenen Jahr lief es ausnehmend gut für die alternative österreichische Musikszene. Die Band Ja, Panik hat mit ihrem zugleich leidenschaftlichen und abgeklärten Indierockentwurf Deutschland erobert, Gustav wurde erneut heftig beklatscht, und die junge steirische Schmerzensfrau Soap&Skin sorgte bereits vor Veröffentlichung ihres Debüts international für Begeisterung.

Dazu kam eine Vielzahl großartiger Tonträger. Das stilistisch auffällig vielschichtige Angebot reichte von Florian Horwaths Weltumarmungspop bis zu Ernst Moldens Wien-Blues, von Ligers eindringlichem Artpop bis zu Francis International Airports melancholischem Indierock, von Christian Fennesz' elektronischen Klangstudien bis zu Bulbuls virtuos-bockigem Krach und von Paper Birds zauberhaftem Heimwerkerinnenpop bis zu A Thousand Fuegos' Jubilieren auf Indiegitarrenbasis.

Marilies Jagsch hat sich gleich doppelt

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