Bahman Jalali, einer der führenden Vertreter der Fotografie im Iran, zeigt sein Werk im Grazer Kunsthaus

Steiermark | aus FALTER 07/09 vom 11.02.2009

Kunstkritik: Ulrich Tragatschnig

Der 1944 in Teheran geborene Bahman Jalali darf sich zu den führenden Vertretern der zeitgenössischen Fotografie im Iran zählen. Dass er als Fotograf vergleichsweise unbekannt geblieben ist, hat dieselbe Ursache wie die Qualität seiner Aufnahmen. Beides verdankt sich seinem Arbeitsethos. Als er die iranische Revolution oder den Iran-Irak-Krieg fotografierte, hat er sich dabei nicht nur von jeglicher Parteinahme, sondern auch von allen Regeln pressefotografischen Nachrichtendienstes distanziert. Er hat ins Leere gearbeitet, war schlichtweg nicht auf Bilder aus, die sich gut verkaufen lassen, sondern wollte den Ereignissen dokumentarisch auf den Grund gehen, Zeuge sein, nicht Propagandist. Also fokussiert er nicht allein auf Handlungsspitzen, sondern auch auf Begleitumstände, Randerscheinungen.

Und er komponiert stets meisterhaft, im besten Magnum-Stil, möchte man meinen. Die von Camera Austria gezeigte und von Catherine David bereits für die Fundació

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