Seinesgleichen geschieht

So kann man den ORF sanieren und die Medien retten. Ein Quisiquasi-Vorschlag

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 08/09 vom 18.02.2009

Sonntag hatte ich eine Erscheinung. Ich erkannte mit einem Schlag, wie die Probleme des ORF zu lösen sind. Man macht es sich ja oft zu schwer. All diese Kinkerlitzchen wie Public Value, öffentliches Interesse, Gegengewicht zur hemmungslosen Kommerzialisierung - wer braucht sie? Der ORF hat finanzielle Probleme. Er beschäftigt zu viele Leute, die weise Direktorin Lindner hat vor wenigen Jahren zusammen mit ihrem Nachfolger Wrabetz 4000 freie Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen auf einmal angestellt. Der legendäre Generalissimo Bacher schaffte es in grauer Vorzeit ebenso wenig wie einer seiner Nachfolger, die nötigen Sanierungen vorzunehmen. Er hinterließ bloß einen teuren Sanierungsplan.

Bacher dachte nicht daran, diesen Plan umzusetzen, denn wer ORF-General werden will, ist auf den Betriebsrat dieses Unternehmens angewiesen. Er muss bereit sein, das Unternehmen zu ruinieren, um sich mit dem Betriebsrat zu arrangieren. Ohne dessen Wohlwollen wird man nicht zum Generaldirektor des ORF


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