Kommentar

Die "gute Bank" als Retter des Finanzsektors?

Finanzkrise

Falter & Meinung | Kurt Bayer | aus FALTER 08/09 vom 18.02.2009

Die bisherigen Versuche westlicher Länder zur Bankenrettung haben trotz riesiger Summen weder den Finanzsektor stabilisiert noch der realen Wirtschaft zu neuen Krediten verholfen. Selbst das neuangekündigte 2-Trillionen-Paket der USA wird den Karren nicht aus dem Dreck ziehen.

Die Banker haben das Steuergeld zur Verbesserung ihrer Bilanzen, zum Aufkauf von Konkurrenten und für sich selbst verwendet, statt es weiterzuleihen. Das ist aus Sicht der Manager verständlich, aus Sicht der Steuerzahler natürlich nicht. Da sich weder Notenbanker noch Finanzminister im Interesse der Steuerzahler in die Bankengeschäfte einmischen wollen, verhalten sich Banker nun - viel zu spät - risikobewusst und horten das ihnen zur Verfügung gestellte Geld oder geben es zweckwidrig aus.

EU und USA diskutieren nun die Gründung von bad banks: Diese sollen den Banken ihre "giftigen" Vermögenswerte "abkaufen". Und zwar zu Preisen, die über jenen des freien Marktes liegen. Das wirft Probleme auf.

Erstens: Es


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