Der Islamlehrer E. gestand, zum Boykott jüdischer Firmen aufgerufen zu haben. Nun geht er in die Offensive

Politik | aus FALTER 08/09 vom 18.02.2009

Bericht: Stefan Apfl

Karlheinz Fiedler muss gestaunt haben, als er samstags den Standard aufschlug. Im Interview mit dem Titel "Der Direktor will mich fertigmachen" beschuldigte der Islamlehrer Ayhan E. seinen Ex-Chef, ihn mit "seinen Kontakten im Stadtschulrat" aus der Schule gemobbt zu haben.

Die Vorgeschichte: Am 2. Februar hatte das ORF-Magazin "Thema" über einen Islamlehrer berichtet, der an der Kooperativen Mittelschule in der Ottakringer Brüßlgasse während des Gaza-Konflikts Flugblätter mit der Überschrift "Jüdische Firmenlogos" ausgeteilt habe. Er habe Schüler aufgefordert, die abgebildeten Firmen - darunter Hilfiger, McDonald's und Coca-Cola - und damit den Terror Israels zu boykottieren.

Bald darauf gestand E. dem Stadtschulrat die Tat. Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGIÖ) eröffnete ein Disziplinarverfahren und trennte sich einvernehmlich von ihm. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), die ein Unterrichtsverbot gefordert hatte, wurde für ihr rasches Handeln


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