Schrill, laut und stets präsent: die Hardliner im Netz

Medien | aus FALTER 08/09 vom 18.02.2009

Kreuz.net, gloria.tv & Co: Ultrakonservative Katholiken ringen der Amtskirche im Internet die Diskurshoheit ab

Bericht: Robert Misik

Paul Wuthe, Leiter des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz, sah sich vergangene Woche zu einem ungewöhnlichen Schritt gezwungen. Via Apa distanzierte er sich von der katholisch-fundamentalistischen Website kreuz.net: "Nicht überall, wo katholisch draufsteht, ist auch katholisch drin." Und, so fügte er hinzu, diese Distanzierung sei nur "exemplarisch" - sie gelte auch für andere kreuzkonservative Netzaktivitäten. Man kann sich vorstellen, welche Internetmedien Wuthe noch im Kopf hatte: etwa das Videoportal gloria.tv, das mit dem eingängigen Slogan "The more catholic the better" wirbt.

Die offiziellen katholischen Autoritäten haben allen Grund dazu, Distanz zu markieren. Denn die schrillen, lauten, modernen Netz-Katholiken haben wachsenden Einfluss auf die innerkirchlichen Diskurse - einfach deshalb, weil sie stets präsent sind und eine


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige