Cum together!

Feuilleton | aus FALTER 08/09 vom 18.02.2009

Pornografie gilt nicht mehr als frauenfeindlich. Dennoch hat der Markt für Frauen bis heute wenig zu bieten

Report & Ausstellungskritik: Nicole Scheyerer

Satte 2000 Euro Gage für ein bisschen Bumsen. Den Protagonisten in Michael Glawoggers Film "Nacktschnecken" erscheint das als ein gutes Geschäft. "A Video, verstehst. Studenten und Studentinnen. So Sex und so. Technisch gor net aufwendig. So wie jeder halt so filmt im Urlaub. Oba scho richtig", instruiert "Produzent" Schorsch. Fesche Mädeln, geile Burschen, eine Videokamera und eine Location: Was braucht man mehr für einen Porno; ist doch kein Geheimnis, wie so etwas funktioniert. Trotzdem scheitern die Selfmade-Pornografen kläglich. Dass Sex vor der Kamera harte Arbeit bedeutet, hatten sie nicht gedacht.

Jeder weiß, was Pornografie ist. Und fast jeder hat eine Meinung dazu; allerdings ohne zugeben zu wollen, sich mit Pornos gut auszukennen. Was würde das über einen verraten? Dass man viel Zeit mit Onanieren verbringt? Dass es der


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