Von Brooklyn nach Währing

Stadtleben | aus FALTER 08/09 vom 18.02.2009

Mit der Basketballlegende Mike Maloy hat Wien einen Sporthelden verloren

Nachruf: Daniel Nutz

Ich bereue nichts und bin froh, wie mein Leben gelaufen ist", sagt Mike Maloy. Ein Blick in seine tiefen Augen und dazu dieses charmante Lächeln - man glaubt, was der gut zwei Meter große Mann sagt. Er trinkt sein Bier und raucht eine Zigarette. Wir sitzen in einem kleinen Lokal in Wien-Währing. Maloy ist hier Stammgast, an der Wand hängen Fotos von ihm. Seine Wohnung ist nur ein paar Minuten entfernt. Ein beschauliches Leben - dabei könnte er Millionär sein.

Angefangen hat alles auf den Asphaltplätzen in Brooklyn, New York. Maloy spielte dort Basketball, so wie die meisten schwarzen Jungs, nur eben eine Spur besser. "Wir waren Tag und Nacht auf irgendwelchen Bolzplätzen unterwegs. Hier habe ich das erste Mal Lewis Alcindor getroffen", erzählt er. Sein Weg und der Alcindors, der später zum Islam konvertiert und als Kareem Abdul-Jabbar einer der größten Spieler aller Zeiten wird, sollten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige