Basics

Grundkurs Kochen (21)

Stadtleben | aus FALTER 08/09 vom 18.02.2009

Denn vor jeder Milch-Reis-Bindung steht zuerst die Milchpreisbildung

Weiter geht's mit unserer unregelmäßigen Reihe "Fertigprodukte besser und billiger selbst gekocht". So dürfte es längst nicht mehr Allgemeinwissen sein, dass der Milchreis nicht aus dem Kühlregal und vom Müller kommt, sondern aus dem Kochtopf. Allerdings ist es auch kein Geheimwissen, wie man den süßen Brei herstellt. Nämlich folgendermaßen:

Vier Tassen Milch mit einer Tasse Rundkornreis - am besten natürlich beides bio, den Reis aus dem Risottoland Italien - in einen Topf geben und auf nicht zu großer Flamme zum Köcheln bringen (die Menge reicht für zwei bis vier Portionen). Dabei Topf, Milch und Reis nicht aus den Augen lassen und regelmäßig umrühren; übergekochte Milch oder angebrannter Reis sind nämlich ärgerlich. Wer's gern süß hat, kann bereits jetzt etwas Zucker beigeben. Das Ganze so lange köcheln lassen, bis die Reiskörner fast weich sind, ein wenig Biss ist aber nicht schlecht. Das dauert ungefähr 20 Minuten.

Zum Verfeinern geben wir noch die abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone dazu, und Zucker nach Geschmack. Wären wir Belgier, hätten wir dem Brei noch ein Briefchen Safran beigemengt, das sieht nicht nur hübsch gelb aus, sondern schmeckt auch noch sehr speziell.

Manche können's an dieser Stelle gar nicht abwarten, und essen den Milchreis warm mit Kompott, Zwetschgenröster und so weiter. Andere lassen die Süßspeise auskühlen. Zimt und (nochmal!) Zucker passt aber eigentlich immer gut dazu. cw


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