Vor 20 Jahren im Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Wie wir wurden, was wir waren

„Die österreichische Öffentlichkeit war in Bernhard verhasst“

Zum Tod von Thomas Bernhard brachte der Falter gleich zwei Nachrufe, einen des Schriftstellers Franz Schuh und einen des Germanisten Wendelin Schmidt-Dengler; der war aber kein Nachruf, sondern eine Rezension von Bernhards gerade erschienenem Buch „In der Höhe“. „Als Leser von heute“, schrieb Schmidt-Dengler, „sind wir durch zahlreiche Bücher Bernhards vorgewarnt, wir wissen, dass wir bei unserem Umgang mit Bernhard kenntlich werden, uns selber und den anderen durch das, was wir dazu sagen, und wie wir uns dazu verhalten – eine Chance, die vor allem von österreichischen Politikern genützt wird.“

Schuh stellte seinem Text eine Schlagzeile des Kurier voran: „Kein Selbstmord. Dramatiker starb an Herzversagen.“ Schuh schrieb: „Bernhards lebenslange Bemühung galt freilich nicht zuletzt einer Formel, es ist die österreichische Weltformel, die den eigentlichen, sprengenden Skandal


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige