Seinesgleichen geschieht

Wir verlieren die Legebatterien! Eine Aschermittwochsrede zur Krise

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Die Krisenmeldungen einer Woche sammeln und sprachlich auswerten? Lächerlich. Krisengewäsch, wohin man schaut. Wirtschaftsunternehmen (ich dachte immer, Banken seien welche) können uns nicht mehr sagen, was sie wert sind, weil ihre Werte von der Gunst von Ratingagenturen abhängen. Die Bewertung hängt von der Bewertung ab. Nach der Wäschermädelbörse regieren die Krisenwaschweiber die Welt. Die Realien lösen sich vor unseren Blicken auf, zurück bleiben Stimmungen, und zwar keine guten. Man konnte das schon jahrelang den Börseberichten abhören, auch zu Zeiten, als alles gut zu gehen schien, als die Stimmung prächtig war und der Dau Dschouns, dieses exotisch klingende Weltorakel, zulegte und zulegte. Jetzt ist der Dau auf dem Niveau von vor elf Jahren. Na und, ging’s uns damals schlecht?

Katastrophen sehen anders aus. Aber, so erfahren wir, noch ist der Boden nicht erreicht. Es geht runter, runter, runter. Ich habe mir immer gedacht, in einer Welt, wo der Börsenbericht erstens


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige