Kolumne

Präsident auf Lebenszeit: Die Linke beherrscht Südamerika

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Der große Außenfeind George W. Bush ist nicht mehr, die Öleinnahmen sind im Keller und die Abnützungserscheinungen der Macht machen sich bemerkbar. Trotzdem ist in Lateinamerika die Linke nach wie vor die dominierende politische Kraft. Wie sich zuletzt in Venezuela zeigte, mehr dank erfolgreicher Mobilisierung der Massen an den Urnen als im revolutionären Kampf.

Venezuelas Hugo Chávez, der linke Regierungen in einem halben Dutzend Ländern finanziert, kann nach einem gewonnenen Referendum so oft für das höchste Amt im Staat kandidieren, wie er will. Bis 2049 würde der Caudillo gerne Präsident bleiben. Jenen Venezuelanern, denen der narzisstische Exputschist auf die Nerven geht, treibt diese Perspektive den kalten Angstschweiß auf die Stirn. Aber großzügige Sozialprojekte, tatkräftig unterstützt von der Propaganda der Staatsmedien, halten die armen Bevölkerungsschichten bei der Stange. Auch in Caracas wird man angesichts der Wirtschaftskrise sparen müssen. Dollar, Öl und


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