White Trash gegen Ayatollah

Feuilleton | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Darren Aronofskys „The Wrestler“ verschränkt Religion, Politik und Unterhaltung

Filmkritik: Michael Pekler

The only place I get hurt is out there.“ Draußen, wo dieser Mann verletzt wird, sind die Welt und der Alltag. Man könnte auch sagen: das richtige Leben.

Die andere Welt, in der er die Dinge im Griff hat, ist klein und überschaubar. In dieser Arena hat er nur einen Gegner, und den kann er sehen, packen oder – sein Meisterstück – sich von den Seilen auf ihn werfen. Deshalb nennt man ihn noch immer Randy „The Ram“, auch wenn seine beste Zeit lange schon vorüber ist.

Doch die Meute hat den alten Kämpfer weiter durch die Jahre getrieben, das sieht man Darren Aronofskys „The Wrestler“ gleich im ersten Bild an, wenn dieser merklich gezeichnet in einer billigen Garderobe auf sein Geld wartet. Wenn er in seiner Wohnwagensiedlung zuhause ankommt, hat ihm der Vermieter die Tür zugesperrt, und die kalte Nacht verbringt er nicht zum ersten Mal im Kleinbus.

Dass Aronofsky erst


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